Apex Station

Ein interaktives Spielobjekt für Bewegung, Sound und gemeinsames Erleben

Apex Station überträgt die vertraute Idee des Dartspiels auf ein frei hängendes und rundum bespielbares Objekt. Statt klassischer Dartpfeile werden weiche Klettbälle verwendet, die auf der textilen Oberfläche haften bleiben. Durch die Verbindung von Bewegung, Material und Sound entsteht eine neue Form des gemeinsamen Spielens. Ein integrierter Sensor erkennt die beim Treffer entstehenden Vibrationen und löst verschiedene Soundeffekte aus. Das Objekt reagiert dadurch unmittelbar auf die Handlung der Spielenden und verbindet körperliche Aktivität mit akustischem Feedback.

Finale Visualisierung der Apex Station

Konzeptdesign

Ausgangspunkt des Projekts war die Auseinandersetzung mit dem klassischen Dartspiel. Dabei wurde untersucht, welche Bestandteile für den Spielreiz entscheidend sind und wie sich die bekannte Spielidee in eine neue Form übertragen lässt. Als Inspiration diente eine alte Dartplatte, die für eine feste Wandmontage vorgesehen war und nur von einer Seite bespielt werden konnte.

Das neue Konzept sollte diese Einschränkung auflösen. Ziel war ein frei im Raum hängendes Objekt, das aus mehreren Richtungen genutzt werden kann und sich für gemeinschaftliche Situationen eignet. Die klassische Zielscheibe wurde deshalb nicht direkt übernommen, sondern in eine zylindrische Form übersetzt. Dadurch entstand die Grundlage für ein räumliches Spielobjekt, das nicht nur betrachtet, sondern aktiv berührt, beworfen und erlebt werden kann.

Alte Dartplatte als Ausgangsobjekt

Designentwicklung

Die Gestaltung wurde schrittweise durch Formstudien, Materialversuche und erste Prototypen entwickelt. Die zylindrische Grundform erhielt eine textile Klettoberfläche, auf der die Bälle haften können. Farbige Bänder gliedern das Objekt in unterschiedliche Trefferzonen und machen die Spielflächen aus verschiedenen Blickrichtungen erkennbar.

Ein wichtiger Teil der Entwicklung war die Auswahl und Anpassung der Materialien. Erste Tests zeigten, dass die Bälle nicht auf jeder Oberfläche gleich zuverlässig haften. Deshalb wurden die Klettflächen der Bälle vergrößert und die Oberfläche des Objekts mehrfach erprobt. Gleichzeitig wurde untersucht, wie das Objekt sicher aufgehängt und die Technik im Inneren untergebracht werden kann. Durch diese wiederholten Anpassungen entstand nach und nach ein funktionsfähiger Prototyp.

Entwicklung des Prototyps

Technische Umsetzung

Die technische Umsetzung verbindet die physische Bewegung des Spiels mit einer direkten akustischen Reaktion. Im Inneren des Objekts befindet sich ein Raspberry Pi, der für die Musikwiedergabe und die Steuerung der hinterlegten Soundeffekte genutzt wird. Ein Klopfsensor nimmt die Vibrationen auf, die beim Auftreffen eines Balls entstehen.

Wird ein Treffer erkannt, löst das System einen Sound aus. Dadurch erhält jede Aktion eine unmittelbare Rückmeldung. Die Technik erweitert das Objekt von einer rein analogen Spielfläche zu einem interaktiven System. Für die Befestigung der elektronischen Komponenten wurden passende Bauteile entwickelt, damit Raspberry Pi, Sensor und weitere Elemente sicher innerhalb des Prototyps positioniert werden können.

Technischer Aufbau der Apex Station

Test und Ergebnis

Der Prototyp wurde in einer gemeinsamen Spielsituation mit mehreren Personen getestet. Dabei standen die Verständlichkeit des Spielprinzips, die Haftung der Bälle, die Erkennung der Treffer und die Wirkung der Soundeffekte im Mittelpunkt. Die Testpersonen konnten das Objekt ohne längere Erklärung nutzen und entwickelten schnell eigene Spielideen und Abläufe.

Während des Tests zeigte sich, dass die Verbindung aus Werfen, Treffen und akustischer Reaktion einen besonderen Spielreiz erzeugt. Gleichzeitig wurden Schwachstellen sichtbar, beispielsweise bei der Haftung einzelner Bälle oder bei der Empfindlichkeit des Sensors. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen direkt in die weitere Überarbeitung ein. Das Ergebnis ist ein funktionsfähiger Prototyp, der Material, Bewegung und Klang zu einem gemeinsamen interaktiven Erlebnis verbindet.

Test des Prototyps

Ausblick

Für eine zukünftige Weiterentwicklung könnte Apex Station technisch und gestalterisch weiter vereinfacht werden. Gehäuse, Verkabelung und Aufhängung sollten vollständig in das Produkt integriert werden, damit eine sichere und dauerhafte Nutzung möglich ist. Gleichzeitig könnten die Trefferzonen eindeutiger gestaltet und durch Lichtsignale ergänzt werden.

Denkbar wären außerdem verschiedene Spielmodi, eine automatische Punktewertung und unterschiedliche Soundprofile. Über eine App könnten Musik, Lautstärke, Spielabläufe oder Schwierigkeitsstufen eingestellt werden. Auch eine Nutzung in Gruppen, auf Veranstaltungen oder in gemeinschaftlichen Innenräumen wäre vorstellbar. Apex Station bildet damit die Grundlage für ein eigenständiges Spielprodukt, das eine bekannte Spielidee neu interpretiert und Bewegung, Sound sowie gemeinsames Erleben miteinander verbindet.

Zukunftsvision der Apex Station